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EIB
  • EIB-Unterstützung für Vertiefung des kroatischen Kapitalmarkts im Sinne der Kapitalmarktunion der EU
  • Neue Beratungsvereinbarung mit dem kroatischen Finanzministerium soll FinTech-Hub schaffen 
  • Gesonderte Vereinbarung mit kroatischer Investitionsförderungsagentur für mehr Unternehmensfinanzierung

Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird Kroatien strategisch dabei beraten, zu einem regionalen Zentrum für Finanztechnologien und Kapitalmärkte zu werden. Im Rahmen einer neuen Vereinbarung mit dem kroatischen Finanzministerium begleitet die EIB das Land auf dem Weg zum FinTech-Vorreiter. Parallel dazu plant die EIB die Beratung der kroatischen Agentur für KMU, Innovation und Investitionen (HAMAG-BICRO), um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups fit für Investitionen zu machen und ihnen beim Zugang zu Frühphasen-Finanzierungen zu helfen. Die Beratung wird aus Mitteln der InvestEU-Beratungsplattform finanziert.

EIB-Vizepräsidentin Teresa Czerwińska: „Angesichts der schnellen technischen Entwicklung und der wachsenden Bedeutung tiefer Kapitalmärkte hat Kroatien sehr gute Chancen, sich als regionaler Vorreiter im Innovations-Ökosystem zu etablieren. Mit den beiden Partnerschaften wollen wir das wirtschaftliche Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes steigern.“

Ziel der EIB-Vereinbarung mit dem Finanzministerium ist es, ein FinTech-Hub zu schaffen, das Impulse für Innovationen in der Finanztechnologie gibt. Es richtet sich an Start-ups und etablierte Unternehmen und soll sicherstellen, dass die Entwicklung der Regulierungen auf EU-Ebene und globale Markttrends berücksichtigt werden.

Die Vereinbarung mit der EIB umfasst eine Bestandsaufnahme des FinTech-Systems des Landes und ein Benchmarking mit führenden Zentren in Europa. Zudem wird die EIB Empfehlungen zu rechtlichen und operativen Fragen abgeben. So hilft sie dem Land, fortschrittliche Finanztechnologien einzuführen und seine Rolle im europäischen Fintech-Umfeld zu stärken.

Darüber hinaus wird die EIB in einer Studie untersuchen, wie die Kapitalmärkte in Kroatien vertieft werden können und wie das Investitionsumfeld verbessert werden kann. Diese Studie soll die neue Strategie des Landes zur Kapitalmarktentwicklung 2025–2030 stützen. Über ein Benchmarking mit innovativen kleinen sowie etablierten großen Kapitalmärkten soll das Land als regionales Hub für Börsengänge in Mittel- und Osteuropa positioniert und der Weg zur Kapitalmarktunion geebnet werden.

Marko Primorac, stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister Kroatiens: „Durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank treiben wir die Entwicklung der FinTech-Industrie und des Kapitalmarkts weiter voran. Damit erleichtern wir für FinTech-Unternehmen, Start-ups und alle anderen Unternehmen den Zugang zu Finanzierung. Die heutige Partnerschaft ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg, Kroatien als regionales FinTech-Hub zu positionieren und unseren Kapitalmarkt weiter zu stärken. Durch die Förderung von FinTechs und den Ausbau der Kapitalmärkte verbessern wir Kroatiens Stellung, sowohl in Europa als auch weltweit. Ich bedanke mich bei der Europäischen Investitionsbank für die Zusammenarbeit und bin zuversichtlich, dass diese Initiative zum langfristigen Wirtschaftswachstum des Landes beitragen wird.“

Über ihre Partnerschaft mit der HAMAG-BICRO wird die EIB das Innovations-Ökosystem Kroatiens stärken. Dies geschieht durch Schulungsprogramme für KMU und Start-ups zu Themen wie Geschäftsstrategie, Finanzplanung und Investoren. Ziel ist es, den kroatischen Unternehmen zu helfen, EU-Mittel in Anspruch zu nehmen, darunter auch das Accelerator-Programm des Europäischen Innovationsrats. Grenzüberschreitende Mentoring-Programme und Unternehmenspartnerschaften sollen den Wissensaustausch erleichtern und Start-ups helfen, ihre Technologien zu skalieren und neue Märkte zu erschließen.

Vjeran Vrbanec, Vorstandsvorsitzender der HAMAG-BICRO: „Die immer komplexeren Bedingungen eines anspruchsvollen Markts erfordern von unseren Unternehmerinnen und Unternehmern ein hohes Niveau, sowohl was Projektvorbereitung als auch die Investitionsreife angeht. Mit der richtigen Unterstützung von Expertinnen und Experten, die wirtschaftliche und technologische Trends verstehen, lässt sich dieses Niveau schneller herstellen. Unsere Agentur will vor allem erreichen, dass die Portfolios unserer Unternehmen innovativer, wettbewerbsfähiger und nachhaltiger werden. Somit sorgen wir durch die Partnerschaft mit der EIB in Form eines Investitionszentrums für Unternehmerinnen und Unternehmer unter anderem dafür, dass das nötige Wissen vorhanden ist, um EU-Mittel zu beantragen.“

Hintergrundinformationen  

EIB 

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanzieren wir Investitionen, die zu den strategischen Zielen der EU beitragen. So fördern wir die Bereiche Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovation, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt.

Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte und machte Europa damit noch wettbewerbsfähiger und sicherer.

Alle von der EIB-Gruppe finanzierten Projekte entsprechen dem Pariser Klimaabkommen – so wie in unserem Klimabank-Fahrplan zugesagt. Fast 60 Prozent der jährlichen Finanzierungen der EIB-Gruppe fließen in Projekte, die direkt zu Klimaschutz, Klimaanpassung und einer gesünderen Umwelt beitragen.

Die Gruppe setzt sich für eine stärkere Integration der Märkte ein und mobilisiert mit ihrem Engagement zusätzliche Investitionen. 2024 stieß sie Rekordinvestitionen von mehr als 100 Milliarden Euro in Europas Energiesicherheit an und mobilisierte 110 Milliarden Euro an Wachstumskapital für Start-ups, Scale-ups und europäische Pioniere. Rund die Hälfte der EIB-Finanzierungen innerhalb der EU fließt in Kohäsionsregionen, wo das Pro-Kopf-Einkommen unter dem EU-Durchschnitt liegt.

Auf unserer Website finden Sie hochwertige, aktuelle Fotos vom Sitz der EIB.

InvestEU: Das InvestEU-Programm mobilisiert umfangreiche private und öffentliche Mittel für langfristige Finanzierungen in der EU, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Es stößt auch private Investitionen an, die zu EU-Zielen wie dem europäischen Grünen Deal und dem digitalen Wandel beitragen. InvestEU vereint alle bisherigen EU-Instrumente zur Förderung von Investitionsprojekten in Europa unter einem Dach und macht ihre Finanzierung dadurch einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm hat drei Bausteine: den InvestEU-Fonds, die InvestEU-Beratungsplattform und das InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird von Durchführungspartnern umgesetzt, die bei der Kreditvergabe auf die EU-Haushaltsgarantie von 26,2 Milliarden Euro zurückgreifen können. Die Haushaltsgarantie erhöht die Risikotragfähigkeit der Partner und soll so mindestens 372 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen mobilisieren.

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2025-158-DE